Die DienstagsWanderer trotz Wetterkapriolen auf Tour.

 Woche für Woche muss aber zuvor eine weitreichende Entscheidung getroffen werden. Kein Verlass auf diverse Wetterapps. 11:00 Uhr. Die Sonne scheint vom wolkenlosen Himmel. 12:00 Uhr. Es schneit. 13:00 Uhr. Ein eiskalter Wind bläst durchs Glatttal. Was also anziehen? Egal, das Wichtigste ist gutes Schuhwerk.

Dienstag, 24. März

Rund um Mettstett stand auf dem Plan, damit bei Sauwetter jederzeit abgebrochen werden kann. Los ging’s in der Ortsmitte direkt hinauf zum “Eisernen Alfred“. Ohne Stopp weiter, denn man war von Agnes auf das Buhlschen Hofgut zu einem Umtrunk eingeladen. Mit Sandra und Alexander wurde mit einem Bier auf Hans angestoßen. Sandra ging dann mit einer Freundin auf Wandertour. Leider wurde die Einladung bei den Männern mit zuwandern abgelehnt. Verständlich, ü 65 ? ! Wenig Spannung.

Vorbei am Biotop “Saigomba“ ging es hinüber zum Biohof, wo die Schweine den Wanderern Applaus grunzten und aufgeregt in ihrem Areal umher kreisten. Auf einem verschlungenen Pfad führte Albrecht die Gruppe direkt zur Einkehr ins Wanderstüble, wo man von Wirtin Christa und den Nichtwanderern begrüßt wurde. Kaffee und Kuchen, Bier und Wein und letztendlich gab es auch noch für jeden eine Geburtstags-Grillwurst von Albrecht. Perfekt. Herzlichen Dank.

Dienstag, 31. März

Karwoche. Die österliche Bußzeit ist fast zu Ende. Um nicht in den letzten Tagen dem Hungertod zu erliegen, wobei ja Rentner eigentlich nicht mehr zum Fasten verpflichtet sind, wurde nur vom Kaltenhof auf kleinen Umwegen nach Oberiflingen gewandert.

Sonnenschein, Regen, Schneetreiben, Windböen, alles hatte man mit eisernem Willen und unglaublichem Mut knapp überlebt, als man endlich im Gasthaus Linde Platz nehmen durfte. Ja und nach dem ersten Bier, oder war es schon das zweite? wurde dann ausgiebig gevespert, den unsagbaren Entbehrungen der letzten Wochen zum Trotz, und somit Kraft getankt für den Heimweg. Die trotz allem noch geschwächten Kameraden per Auto, der Rest auf verschiedenen Routen zum Kaltenhof oder auch hinunter nach Leinstetten. Ostern konnte kommen.

Dienstag, 07. April

Von der Eiersuche und den Familienfeiern erholt, trauten sich die Wanderer wieder einmal in die Ferne. Fritz hatte eine Rundwanderung bei Altensteig zur Monhardter Wasserstube organisiert. Wir parken an der Kläranlage und dann machen wir den Weg in umgekehrter Reihenfolge. So stand es auf dem Info-Blatt. Ob das mal gut geht? Umgekehrt wurde irgendwie falsch verstanden. Da lang, nein kann nicht sein. Umkehren. Dort hinaus, Schild Durchgang verboten. Kameraüberwacht. Umkehren. Also doch da entlang. „Jetzt ka des nemme sei“. Umkehren. Informationstafel studieren, Wanderin fragen. Da lang, an der Straße entlang bis zum Kreisverkehr. War nicht falsch, aber wie sich am Ende der Tour herausstellte, doch verkehrt.

Der ratlose Wanderführer

Wie auch immer. An der nächsten Abzweigung der nächste Disput. Fritz starrte in sein Handy, Bruno auf seine Karte, Manfred auf die Wanderschilder. Und jeder wusste es besser. Ins Detail zu gehen würde …, Fritz setzte sich durch, hatte auch recht und kaum zu glauben, er stürmte wie ein Jungspund den sacksteilen Waldweg hinauf. Respekt. Herrlich ging es dahin. Waldstücke, riesige Wiesenflächen, herrlich Aussichten.

Ob die Bezeichnungen der Ortschaften, die in der Nähe oder auch in der Ferne zu sehen waren, stimmten, blieb das Geheimnis von Fritz, von Manne, von Peter. Vorbei an blühenden Schwarzdornhecken, an leuchtenden Buschwindröschen, die die staunenden Wanderer aus dem Moos heraus anstrahlten, wurde endlich die Passhöhe erreicht. Tische, Bänke, Ruheplatz. Herrlich, ausruhen, erholen. Denkste. Noch bevor die Letzten eingetroffen waren, scharrten die Vorderen schon mit den Hufen. Und weg warns. Halt wie immer. Dann endlich wieder eine Beschilderung zur Monhardter Wasserstube. 2,4 km. Bergab. Prima. Auf einem herrlichen Waldweg ging es hinunter nach Monhardt zum nächsten Schild. 1 km. Ein kurzes Zwiegespräch von Paul mit den Ziegen am Gatter und ohne weitere Stopps wurde die deutschlandweit bekannte Monhardter Wasserstube erreicht.

Diese wurde unfallfrei überquert und dann stand da Martin Spreng, Vorsitzender der deutschen Flößervereinigung und begrüßte jeden Ankömmling per Handschlag. Was für eine Ehre. Sitzbänke hatte er bereits aufgestellt und Getränke organisiert. Nein, ein in der Nagold gekühltes Pils war nicht dabei. Apfelsaftschorle, Wasser, na ja, die Gepflogenheiten der DienstagsWanderer sind ihm halt nicht übermittelt worden. Fritz hat wohl nur an sich gedacht. Und siehe da, man war auch damit rundum zufrieden. Martin informierte die Gruppe über die Flößerei auf der Nagold, über die Restauration der Monhardter Wasserstube und erzählte über das harte Leben der Flößer und der Menschen in der damaligen Zeit. Unterschiede zur Flößerei auf der Nagold, bzw. auf der Glatt wurden von Fritz erläutert, Lothar ergänzte mit seinem Kommentar die Informationen und so ergab sich doch eine spannende Gesprächsrunde.

Weiter ging’s. Kurz verkehrt, dann umgekehrt, nochmals auf dem Wehr die Talseite gequert und dann traumhaft schön talaufwärts. Die Sonne schien durch die laublosen Bäume, brachte die Nagold zum glänzen. Wer genau hinhörte, verstand das Gemurmel des Wassers. “S isch nemme weit“.

Beim “Ziegler“ wurde noch eingekehrt, die Verkäuferin in Verlegenheit gebracht und von Manne das an der ganzen Nagold entlang größte Stück Schwarzwälder Kirschroulade verzehrt.

Hat man da noch Töne?

Vielen Dank an Fritz für die Idee und die Organisation.

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