Wanderung zum Stausee “Kleine Kinzig“.
Dienstag, 03.03.2026
Die DienstagsWanderer zum zweiten Mal im wildromantischen Reinerzauer Tal auf Tour.
Nach einer kurvenreichen Anfahrt über Schömberg wurde am Eingang des Tales geparkt. Gemütlich warmlaufen war nicht möglich, denn auf einem Waldweg ging es sofort steil bergauf. Tiefe Traktorspuren, ein Holzlager und der verdreckte Weg bezeugten, dass hier “gschaffet“ wurde. Rechts unten war die Reinerzauer Riese zu erkennen, auf der beim Reinerzauer Riesfest noch der Abtransport der Baumstämme aus früheren Zeiten demonstriert werden kann. 2,4 km fast nur bergauf. Kein Problem, es war einfach nur schön, unterwegs zu sein. 34 blaue Informationstafeln, auf denen vieles beschrieben war, über Gewässer, Tiere und Pflanzen an den Bachläufen, im Wald und auf den Wiesen. Allerdings blieb keine Zeit um mehr als die Überschrift zu lesen, denn sonst hätte man die Kameraden aus den Augen verloren.
Ein anderes, an einem mächtigen Baum angebrachtes Schild wurde dann doch von drei Kameraden näher betrachtet, die sich auch die Zeit nahmen, es zu lesen:

Lieber Freund des Waldes. Ich bin eine Tanne über 200 Jahre alt und könnte dir viel erzählen. Über 9 fm ist mein Maß. Seit dieser Zeit stehe ich in der Nachbarschaft mit der Fichte. Eine von uns wird gefördert, die andere langfristig vom subventionierten Borkenkäfer zerstört.
Das nennt man dann Nationalpark.
Ein Grund zum Nachdenken, zum Zurückblicken an das, was man vor Monaten bei der Busfahrt von Obertal zum Ruhestein vom Nationalpark gesehen hat.
Dann endlich öffnete sich der Wald, die mächtige Staumauer der Talsperre “Kleine Kinzig“ war zu erkennen. Unterhalb im Tal das Wasserwerk, das die DienstagsWanderer vor Jahren bei einer Führung besichtigen durften.
Taleinwärts der glänzende Wasserspiegel, umrahmt von dicht bewaldeten Hügeln. Was für ein Panorama? Und dann – auf der Mauer, auf der Lauer sitzt ne kleine Wanze – natürlich nicht, denn da stehen die 13 schönsten DienstagsWanderer und strahlen um die Wette. Was für Kerle?

Weiter ging’s auf einem Bergpfad steil bergab. Durch ein Wäldchen und über eine Wiese war dann endlich der Talgrund erreicht.
Nun durfte man entspannt am rauschenden Wasser entlang wandern, das von unzähligen Bächlein links und rechts des Tales gespeist wurde. Wunderschön. Sumpfdotterblumen, Schlüsselblumen und Schneeglöckchen strahlten dem Frühling entgegen.
Die Krönung zum Abschluss. Ein gemütlicher Platz in der “Sonne“, also im Gasthaus zur Sonne auf dem Schömberg. Wohlige Wärme aus dem Kachelofen, flotte Versorgung mit Getränken und Brezeln durch die aufmerksame Bedienung, DienstagsWanderer, was willst du mehr?
Klar, nächste Woche wieder unterwegs sein.











