Der Musikverein Leinstetten feierte in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum. Vor 50 Jahren wurde das Musikpavillon am Föhrenwäldle errichtet und ist seither ein gemütlicher Ort für viele beliebte und fröhliche Feste geworden.
Viele Gäste hatten sich zu diesem Fest bei herrlichem Wetter eingefunden und Gastkapellen aus Aistaig und Böhringen unterhielten die Besucher. Die Leinstetter „Oldies“ spielten zum Frühschoppenkonzert am Sonntag und den Abschluss bildete die Musikkapelle „Gut Kang“ Leinstetten.
Im Föhrenwäldle wurden schon Jahre zuvor kleine Feste gefeiert. Der Aufwand dazu, die Fläche von Unkraut zu befreien und eine provisorische Bühne aufzubauen war immens und nach der Festlichkeit musste alles wieder aufgeräumt werden.
So reifte in den der damaligen Vorstandschaft, nach einer Idee von Hartwig Bronner der Plan, etwas Dauerhaftes und Nachhaltiges zu schaffen. Die „Damaligen“ schauten sich etliche Projekte an und schlussendlich war klar, ein Musikpavillon wäre an diesem Platz genau das Richtige.
Im Kreise der Musiker gab es gute Handwerker und die wichtigsten Gewerke waren in den Reihen der Aktiven vertreten. Die ersten Pläne wurden entworfen und ein Kostenvoranschlag mit ca. 35 000 DM wurde vorgelegt. Von seiner Idee konnte Hartwig die Musiker überzeugen und so konnte mit dem Bau losgelegt werden. Die ersten Vorbereitungen starteten im Herbst 1975.
Zum Ansporn, den Bau möglichst schnell zu verwirklichen, hatte Vorstand Hartwig Bronner schon den Tag der Einweihung festgelegt, eine clevere Idee!
Bernhard Glück entwarf die Baupläne, das Baumaterial wurde von den Firmen der Musiker gespendet und das Holz dazu kam aus dem Stadtwald, gesägt wurde es bei Vorstand Hartwig Bronner. Zimmermeister Gerhard Bronner war für die Zimmerarbeiten zuständig. Maurer Franz-Josef konnte die benötigten Geräte von seiner Firma während der Schlechtwetterpause borgen.
Praktischerweise wurde die Bauzeit bewusst in den Winter 1975 verlegt, wo naturgemäß viel mehr Freizeit zur Verfügung stand. Allem Wetterunbill zum Trotz konnte in dieser Zeit die Bodenplatte betoniert und die Holzkonstruktion errichtet werden. Das Betonieren bei frostiger Kälte war eine besondere Herausforderung, aber der Termin des Einweihungsfestes brachte die Zweifler zum Schweigen.
Lustige Anekdoten dazu wurden von Hartwig Bronner und Franz-Josef Kaupp vorgetragen, die von Vorstand Julian Bronner und Schriftführer Simon Rebholz auf die Bühne gebeten wurden.
Kameradschaft, Zusammenhalt und auch mal „einer über den Durst“, verhalfen dem Musikverein zu diesem, herrlich im Föhrenwäldle gelegenen Musikpavillon.
Das Einweihungsfest konnte wie geplant an ersten Juliwochenende 1976 mit einem rauschenden Fest bei besten Wetter gefeiert werden.
Nach und nach wurde das Festgelände in den Folgejahren weiter ausgebaut: ein Thekengebäude folgte, die Beleuchtung des gesamten Festgeländes mit selbst geschmiedeten Laternen wurde installiert, ein Küchenanbau an die Theke und zuletzt eine WC-Anlage wurden dazu gebaut.
Mit großer Dankbarkeit blicken die jetzigen Musiker auf die weitreichende Entscheidung ihrer damaligen Vorgänger zurück. Die Veranstaltungen auf diesem einmaligen Festplatz tragen auch viel zur Vereinsfinanzierung mit bei.
Wie schon beim damaligen Einweihungsfest konnte das Jubiläum in ähnlicher Weise verbracht werden. Strahlender Sonnenschein, tolle Unterhaltung durch die Musikkapellen, beste Bewirtung, und auch die Jugendkapelle leistete einen hervorragenden Beitrag zu diesem schönen Jubiläum.






































































