Dienstag, 14. April
Besuch im Mauser Waffenmuseum
Die Geschichte um die Firma Mauser, um die Waffen im Museum, um die Stadt Oberndorf und das Wissen um die derzeitige Weltlage machte die DienstagsWanderer schon sehr nachdenklich.
Laut Museumsführer K-H Leopold, der über den Werdegang der Firma Mauser sehr anschaulich berichtete, gab es auch Zeiten, in denen die Nachfrage nach Waffen ausblieb und deshalb andere Ideen verwirklicht wurden. Kaum zu glauben, dass in Oberndorf Autos, Rechen- und Schreibmaschinen, Messwerkzeuge und letztendlich doch wieder Waffen hergestellt wurden. Zur Zeit herrscht wieder große Nachfrage, wobei die Neuentwicklung und Strategie anders ist als vor 100 Jahren. Wo soll das alles hinführen, wo ist das Ende der Fahnenstange, wo und wann siegt die Vernunft? Die Menschen in der Region profitieren, andere kostet es das Leben. Schlimm, aber wie lautet ein Sprichwort: Des einen BROT, des andern TOD.
Bei der Einkehr im I Dipfele in der Oberstadt wurden die finsteren Gedanken wieder verdrängt und man ließ den Nachmittag mit einer deftigen Sülze vom gerauchten Hals mit Zwiebeln, Essig-Öl und Brot oder einer schmackhaften Bratwurst ausklingen. Herzlichen Dank an die Organisatoren Gotthard und Karl-Heinz.
Dienstag, 21. April
Auf dem Panoramaweg in Glatten.
Bewegung war wieder angesagt. Wanderführer Manne hatte eine aussichtsreiche Strecke, einen verwunschenen Pfad und die Besichtigung einer riesigen Biberburg versprochen. Los ging’s am Sportheim und schon nach wenigen Metern steil hinauf nach Böffingen. Jetzt Kraft tanken und im Dorfstüble einkehren, nein Ruhetag, in der Krone, nein, seit Jahrzehnten geschlossen, also weiter. Am Ortsende eine kurze Unterhaltung mit einem Baumologe der gekonnt seine Obstbäume in Form geschnitten hatte und dem man versprach, zur Erntezeit wieder vorbeizuschauen.
Herrlich ging es oberhalb Glatten dahin, grandiose Aussichtsplätze und überall blühende Bäume. Eine herrliche Gegend. Die Schopflocher Straße wurde überquert, die Spannung stieg. Verwunschener Pfad, hatte Manne wiederholt angesagt. Dann war es soweit. Ein schmales Weglein führte hinunter zum Bächlein, zum Birkenbach, der sich fast unsichtbar unter Hecken und umgefallenen Bäumen talwärts schlich.
Ja, Manne hatte nicht übertrieben. Es war zauberhaft, einsam und still. Märchenhaft. Vermutlich hat er einst an diesem verwunschenen Ort den verwunschenen Prinzen gespielt und seiner Martina beim nächtlichen Baden in einem der zahlreichen Gumpen unter efeubewachsenen Erlen einen Heiratsantrag gemacht, während der Vollmond seine Verlegenheitsröte im Gesicht beleuchtete. Wer könnte da NEIN sagen. Martina jedenfalls nicht.
Nachdem die 13 Wanderer 26 Baumstämme überstiegen hatten, verließ man den Zauberwald und betrat eine schlichte Wiese. Als nächsten Höhepunkt durfte eine riesige Biberburg in der Talaue bestaunt werden. Grandios, was der Biber hier zusammengebaut hatte.
Zielstrebig ging es dann durch Glatten zur Einkehr im Sportheim, wo dann nach dieser märchenhaften Tour der Durst gestillt werden konnte.

Danke an Manne für diese idyllische Runde.
Dienstag, 28. April
Und in der Heimat, ja, da ist es doch am Schönsten…
Wie wahr. Und eine Wanderung auf dem Leinstetter Bänkleweg ist zu jeder Jahreszeit eine Sensation. Vom alten Rathaus, vorbei an der Kirche, ging es hinauf auf der Steige bis zum Abzweig Zweigweg. Blühende Obstbäume, blühende Hecken, blauer wolkenloser Himmel. Ja in der Heimat ist es doch am Schönsten….
Und dann im Altern Brunos Kalksteinrinnen. Einmalig schön, wie sich das Wasser durch die schmale Rinne talwärts drängt, als ob es auf der Flucht wäre, als ob es nicht erwarten könnte, sich in die Glatt zu stürzen. So eilig hatten es die DienstagsWanderer nicht. Gemütlich wurden sämtliche Weiher inspiziert, die Fische gezählt und gerätselt, in welchem Weiher sich Bruno während seiner Waldarbeit zur Abkühlung im Adamskostüm ins kühle Nass zu stürzen pflegt. Ob sich dabei eine verwunschene Nixe dazugesellt? So oder so nicht ungefährlich bei diesen hungrigen, feuerroten Forellen.
Unten wurde die Glatt überquert an deren Ufer ein uriger Pfad zur Wittendorfer Straße hinüber führt. Nanu, da stand ein Fotograf, der die Tiefblicke ins Bachbett der Glatt mit seinem Fotoapparat aus dem vorletzten Jahrhundert versuchte festzuhalten. Stativ, Tuch zum über den Kopf stülpen und Gerätschaften, die ein ganzes Labor ergaben. Faszinierend. Ein fast fertiges Bild durfte bewundert werden.

Der neuen Wegführung folgend, ging es auf dem mit Hackschnitzel bestens präparierten Pfad hinauf zum Kapf.
Von der Feuerstelle aus genossen die Wanderer die wunderschöne Aussicht hinab ins Glatt- und Heimbachtal, bevor sich große Enttäuschung breit machte. Statt einem Kasten Bier stand da ein riesiges Wasserfass. Irgend jemand muss da etwas falsch verstanden haben. Otto dagegen hatte den Hinweis, dass die Wanderung auf dem Honigschnaps-Pass hinunter führt, wie immer richtig interpretiert. Apfel- und Honigschnaps standen auf dem Fenstersims bereit. Perfekt. Bei der abschließenden, gemütlichen Einkehr wurde man bestens versorgt und so konnte man wieder sagen:
Und in der Heimat, ja, ist es doch am Schönsten…




















