Das Allerbeste ist, dass die DienstagsWanderer
es genau so gemacht haben.
16. Januar 2026
Nanu, ein Freitag? Und trotzdem hatten sich 25 Kameraden mit ihren Frauen zum Jahresessen in der Schloßbrücke eingefunden. Toll. Mit gutem Essen und angeregter Unterhaltung verbrachte man einen wunderschönen Abend und war somit bestens in das neue Jahr gestartet.
20. Januar 2026
Nach dem Motto, schwach anfangen und dann stark nachlassen….. Nein, “langsam angehen lassen“, sollte das Motte mit zunehmendem Alter sein. Vernünftigerweise wurde so geplant. Eine nette Runde an den Hängen des Glatttales entlang wurde gewandert, Richtung Bettenhausen, Richtung Mettstett und zurück an der Grotte vorbei, wo schon die ersten Schneeglöckchen blühten. Zum gemütlichen Teil durfte man bei Sieglinde im Gasthaus Linde einkehren. Zur Stärkung gab es Brezeln und Laugenstangen und für den Getränkenachschub sorgte Sohn Kai. Gerne wieder.
27. Januar 2026
Nochmals in der Linde. Allerdings in Oberiflingen. Vom Kaltenhof auf dem Horber Weg zum Haidenhof, dann vorbei am Sportheim von Oberiflingen und auf einem kleinen Umweg zur Einkehr.
03. Februar 2026
Der zweite Höhepunkt des Jahres. Fritz feierte seinen 85zigsten. Was für ein Zufall. Ausgerechnet an einem Dienstag. Längst hatte er die Wanderer zum Mitfeiern in die Peters-Burg eingeladen. Selbstverständlich traf man sich wie immer um 14:00 Uhr am alten Rathaus um zumindest eine kleine Pflichtrunde zu drehen. Fritz, so wurde vermutet, wird daheim den Empfang vorbereiten. Denkste. Pünktlich kam er angedüst, ließ die Gratulation über sich ergehen und berichtete dann, dass man ihm zu Hause sagte: Wenn du vernünftig bist, bleibst du heute daheim, wenn du unvernünftig bist, geh mit zum Wandern. Na ja, wer mit 85 noch auf den Pyramiden von Gizeh rumklettert, wer sich ein Hemd auf dem Basar in Kairo kauft und wer schon vor Ende der Reise die nächste geplant hat, der kann auch wandern. Basta. Meist ist bei den DienstagsWanderern die Wander- und Einkehrzeit etwa gleich, aber dieses Mal gingen die Uhren anders.

Die Küche war zum Festsaal umgebaut, der Tisch einladend gedeckt, perfekt. Sohnemann Knut hatte bereits Fleischkäselaibe im Backofen, aus dem ein herrlicher Duft herausströmte. A bisle eng gstuahled war’s. Zwei Mann wurden in den Erker gedrückt, einer saß im Türrahmen und irgendwie hatten letztendlich alle einen Platz. Vielstimmig wurde “Zum Geburtstag viel Glück“ gesungen und dann auf den Jubilar angestoßen. Klar, nicht nur ein Mal. Immer und immer wieder. Fleischkäse wurde serviert, Kuchen stand bereit und auch Kaffee für die Kaffeeonkels wurde aufgebrüht.

Das Württemberger Lied schallte hinauf zum Föhrenweg, unten aus dem Heimbachtal stieg der Nebel empor. Oder war es der hervorragende französische Rotwein, den Fritz aus dem Keller holte, der die Sinne vernebelte, durcheinander brachte. Dann wurde es still, als Fritz seine Lebensgeschichte erzählte. Dass er eigentlich Uhrenmacher werden wollte, dass er täglich mit dem Zug nach Weingarten zur Ausbildung fahren musste, dort auch seine Geri kennenlernte, wie er nach Leinstetten kam und zum Bürgermeister gewählt wurde. Dass es ihm sehr schwer fiel, seine geliebte Bodenseeheimat zu verlassen. Zum Trost wurde dann das Bodenseelied und viele weitere von ihm gewünschten Lieder gesungen.
Inzwischen wurden die Sänger von Geri mit der Gitarre und ihrer wunderschönen Stimme begleitet. Nach dem Schlusslied vom Alten Schäfer und der Bemerkung von Fritz:
Genau so habe ich mir meine Geburtstagsfeier gewünscht,
wurden noch die Stümple leergetrunken und dann der Heimweg angetreten.
Vielen herzlichen Dank für einen sensationellen Nachmittag in der Peters-Burg.




Klasse, dass die Dienstagswanderer auch 2026 unterwegs sind.
Macht mir Hoffnung, dass man noch mit 85 Jahren unterwegs sein kann. Sicher beflügelt die Kameradschaft und die Erlebnisse das Geschehen.
Wieder toll beschrieben von Dir Gerhard.
Danke .