Endlich wieder ein gelungener Wandertag.
Dienstag, 21. Juli 2026
Hitzefrei, Schwüle, Unwetter. Nein, diese Woche stand nichts von alledem in den ach so zuverlässigen Wetter-Apps. Manchmal scheint es so, dass die unterschiedlichen Handymarken auch unterschiedliche Vorhersagen vom Wettergott erhalten. Riecht es da nach Korruption, Bestechung? Egal.
Alternweg, Sägepass, Lunkholz und Katzensteige waren bei der Wandertourbeschreibung schon ein wenig seltsam. Trotzdem starteten 15 Männer am alten Rathaus d Flecka nuff. Spätstarter Hemme gewann nach einem gewaltigen Spurt ab der Heimbachstraße und über die Glatttalbrücke gegen den rasenden Spezialroller-Fahrer Schmiedle die Bergwertung beim Pfarrhaus. Während man die Strecke bis zum Abzweig Bänkleweg zurücklegte, wurde natürlich das WM Endspiel analysiert. Dem Zuhörer blieb die Frage, wozu eigentlich Millionen an Neubundestrainer Kloppi verschwenden, wo doch selbst in dieser kleinen Gruppe zahlreiche Experten die Lösungen parat hätten. Zum Teufel jagen, in die Wüste schicken, von der nächsten WM ausschließen, so einfach und schon wäre Deutschland wieder Weltmeister. Na dann.

Endlich war der Abzweig in den Alternweg erreicht und das Thema änderte sich. An den Dorfbrunnen ist die Wasserentnahme wegen anhaltender Trockenheit verboten und hier die erste Quelle am Wegesrand, dann ein munteres Bächlein und noch eins und noch eins. Wo kommen sie her, die Wassermassen, wo doch oben kein See, kein Gletscher, kein Sumpfgebiet zu finden ist. Vielleicht vom Saigomba? Wie auch immer, wunderschön war es an den Fischweihern alpinmäßig zum nächsten hinaufzusteigen, nur noch das plätschern in den Wasserrinnen zu hören. Oder war es die Schnappatmung der Kameraden? Gedenkminute am Platz, wo früher die Tandemhütte stand, an dem die DienstagsWanderer in der Coronazeit …..na ja.
Weiter ging es zum Sägepass. Erinnerungen an die Zeit, als ein Teil der Gruppe diesen Aufstieg von der Neunecker Säge zum Heerweg hinauf als Montainbike-Trainingsstrecke für die Jakobustour benutzt hat, wurden wach. Daher die Bezeichnung “Sägepass“. Ein kleines Verschnauferle vor dem Verlassen des Waldes und es wurde die letzte Rampe erklommen. Vorbei an einem Acker, mit Kraut und Rüben, zu deren Schutz der Häuptling der Krautscheichen mit seinen Untertanen aufgestellt war.


Wanderführer Paul führte die Gruppe hinüber zum Abstieg auf dem “Alten Lunkholzweg“. Den Leinstetter Wanderern war dieser Weg noch aus Kindertagen bekannt, als man noch zur Feldarbeit zu Fuß vom Dorf herauf gehen musste. Für die Mettstetter unbekanntes Terrain, denn bis hierher reichte auch ihr angeblich erweiterter Horizont dann doch nicht. Erholsam ging es bergab, bis der Einstieg in die Katzensteige erreicht wurde.

Nochmals war größte Aufmerksamkeit erforderlich um unbeschadet durch das Dickicht zu gelangen. Letzter Stopp am ehemaligen Kinderspielplatz und dann ging es schnurstracks zur Einkehr in die Linde.
Paul und Ludwig hatten eingeladen, um ihren 75 ziger nachzufeiern. Und wie! Für jeden gab es ein halbes Hähnchen, für weniger hungrige auch ein halbes, halbes Hähnchen, wie Paul informierte. Natürlich nach dem Rezept vom legendären Seniorwirt Erich.

Ja und dann wurde serviert. Kai stellte die mit einer Zitronenscheibe verzierten Göckele auf die Theke, Paul verteilte sie nach einem undefinierbaren System an verschiedene Tische. Nach einer kurzen Wartezeit die zweite und dritte Serie und tatsächlich blieb auch für Paul ein letztes halbes Hähnchen übrig. Perfekt.

Nach den ersten Gesangseinlagen spendierte Wirt Kai eine Runde Willi und mit weiteren Liedern verbrachten die DienstagsWanderer einen wunderschönen Nachmittag. Herzlichen Dank an Ludwig und Paul für die Einladung. Scheee wars!






Der Horizont reicht bei manchen Mettstettern auch weiter!!!!!!!!!!!!!!!!!!!