Ständig unterwegs

An der Glatt entlang

Dienstag, 12. April

DienstagsWanderer. Karwoche. Stille Woche vor Ostern. Früher wurde in der Fastenzeit nach dem Palmsonntag eine Palmbrezel aus süßem Hefeteig mit Rosinen gebacken und damit der quälende Hunger etwas gestillt. Früher ritt der Pfarrer am Palmsonntag auf einem störrischen Esel der Prozession voran.

Und heute? Eine kleine Prozession DienstagsWanderer schlich durchs Glatttal nach Bettenhausen. Auch das war früher anders. Da wurde bei den Bittprozessionen um die Wette gelaufen. Wer wohl zuerst beim Käppele auf dem Kaltenhof ankommt. Nicht selten waren es die Schnecken. Auch heuer war es so ähnlich. Nur dass die Bettenhausener Wanderer genüsslich auf dem Bänkle am Bach saßen, noch keinen Meter gegangen waren, aber schadenfroh die schwitzenden Ankömmlinge angrinsten.

Genießer unter sich.

Gemeinsam ging es weiter talwärts. Ein kurzer Besuch in der Kleingartenanlage, natürlich nicht ohne in jedes Schöpfle geguckt zu haben.

Was es so alles gibt.

Statt einem Pfarrer auf einem Esel kam ein Pfeifle auf einem Stahlross daher und da kein Käppele zu sehen war, wurde im Sportheim in Hopfau eingekehrt. Statt einer Palmbrezel gab es eine Laugenbrezel und ein Bier dazu. Wie sich die Zeiten ändern.

Rund um Schömberg

Dienstag, 19. April

Geschwächt durch die anstrengenden Ostertage, müde vom endlosen Eiersuchen, entschied man sich für eine erholsame Wanderstrecke rund um Schömberg. Hans-Dieter war mit seinem Pubertätshubschrauber angereist. Da staunte sogar Kamerad Peter aus der Landeshauptstadt.

Ein heißer Ofen, über den auch noch nach einer Woche heiß diskutiert wurde, da der Fahrer auf dem Heimweg unzählige Stopps einlegen musste.

Hans aus Freudenstadt wurde nach längerer Abwesenheit freudig begrüßt und gut gelaunt wurde die erste Etappe angegangen. Maler Siegfried hatte seine Spendierhosen an,  führte die Gruppe zum Neubau seiner Tochter und zauberte aus irgendeinem Versteck einen Kasten Bier hervor. Eigentlich war es das Feierabendbier der Handwerker, aber Siege meinte: “Dia Handwerker saufet jo nix mei uff am Bau”. Na dann. So gestärkt spazierte man über eine Wiese, durch ein zauberhaftes Wäldchen und vorbei an einem kleinen Anwesen, das von einem Pferdeliebhaber aus dem letzten Jahrhundert betrieben wird. Deutlich war zu sehen, dass er beim “ Büschele machen“

Das waren noch Zeiten.

gestört wurde oder er bekam den Duft der frisch gebackenen Brezeln in die Nase, die die Sonnenwirtin extra für die DienstagsWanderer gebacken hatte. Ja und somit wurde auf dem kürzesten Wege der Sonne entgegen gewandert, die steile Treppe erklommen und zum gemütlichen Teil übergegangen.

Ein nettes Lokal zum Verweilen.

Auf nach Wittendorf

Dienstag, 26. April

Der April macht was er will! Regengüsse, Schmuddelwetter, nein, auch das konnte die DienstagsWanderer nicht aufhalten. Zumal man sich beim ehemaligen Adlerwirt angemeldet hatte. Vom Kapf ins Sportheim nach Wittendorf  soll es gehen. Nur kurz wurden die Schirme aufgespannt, da schien auch schon wieder die Sonne in den Staatswald. 15 Männer auf Tour. Prima. Zwischendurch zwei kleine Schnaufpausen, ein letzter steiler Anstieg, ein Stück über die Wiese und schon war man da.

Kurz vor dem Ziel.

Aber hallo! Zwei Körbe mit frischen Weckle, eine Platte mit knackigen Würsten standen bereit. Hinter der Theke Sportheimwirt Reinhold wie er  leibt und lebt, wo er in seinem Element ist, wo er sich sauwohl fühlt. Und da blieb er auch, hinter  der Theke.

Reinhold, wie man ihn kennt.

Jeder durfte sich sein Getränk am Tresen abholen, auch das zweite, auch das dritte. Bei bester Stimmung und angeregter Unterhaltung verbrachte man einen netten Nachmittag. Wären da nicht die Autofahrer gewesen, die sich nicht an den spärlich gefüllten Weingläsern ergötzen durften, dann…..

Da freut sich der durstige Wanderer.

Ja, es wäre spät geworden, also, noch später. Egal, die DienstagsWanderer werden wieder kommen. Versprochen.

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