Von Rexingen zum Schütte-Camping

Dienstag, 31. Mai 2022

Einkehr im herrlichen Biergarten Schüttehof.

Mit Wanderführer Albrecht unterwegs auf verbotenen Wegen, denn von Ihlingen nach Rexingen war eigentlich die Straße gesperrt. Aber da das Parken auf der Gemarkung Rexingen geplant war, war man einfach Anlieger. So fuhr der Rentner-Konvoi durch den alten Ortskern, ein kleines Stück bergab und nach einer kurvenreichen Waldstrecke war der Ziegenhof der Weidegemeinschaft beim Sportplatz erreicht.

16 Männer folgten nun zu Fuß ihrem Wanderführer. Wenn auch nur sehr moderat, aber es ging halt wie so oft, “bergauf“. Bei manchem traten die Schweißperlen auf die Stirn, mancher war auch bereits triefend nass geschwitzt. Ob der Gegenwind schuld war, der am unförmigen Bauchspoiler nur sehr schwer abdriften konnte? Man weiß es nicht. Die Höhe zwischen Rexingen und Altheim war schnell erreicht. Genüsslich ging es zwischen den Feldern, blühenden Wiesen und Obstbäumen dahin oder einfach, “guck mal“, durchs regionale Bioland.

Ein Blick ins Land.

Links war die Rettenmeier Mühle zu sehen, rechts gab der Talkessel um Rexingen den Blick ins Neckartal frei. Und geradeaus lag das DienstagsWanderer Einkehrziel. Ungeschoren kam man an der Rezeption vorbei, passierte die mit viel Liebe gepflegten (oder auch nicht) Dauercamper Wohnwägen, Unterstände, Vor- und Anbauten. Zuletzt ging’s durch die blitzsauberen Sanitärräume in die einladende Schüttehof Außengaststätte. Ein herrlicher Platz unter mächtigen Bäumen. Die freundlichen Wirtsleute standen extra eine Stunde früher bereit, damit die durstigen Wanderer versorgt werden konnten. Klasse.

Genießer auf Tour

Ein frischer Wind blies durch den Biergarten. Windjacken oder Westen schützten die durch ein arbeitsreiches Leben geschundenen Rentnerrücken. Die Wirtin brachte für jeden ein wärmendes Sitzkissen, damit die knochigen Hinterteile schmerzfrei belastet werden konnten. Dann endlich durften die Getränke bestellt und zum gemütlichen Teil übergegangen werden. Radler, Viertele, Kaffee und Apfelstrudel mit Eis wurden serviert und Willi gönnte sich doch glatt ein Schnitzel mit Kartoffelsalat. Was mit Manfred passiert war, der sich spontan für einen Rotwein entschieden hatte, blieb schleierhaft. Vielleicht ist er in Spanien auf den Geschmack gekommen, vielleicht trank er ihn auch aus Sympathie zu seinem Freund Bruno, der krank zu Hause bleiben musste, der sich bestimmt saumäßig ärgert, wenn er erfährt, dass ein Viertel Rotwein nur 3.- € gekostet hat. Und das, obwohl auf der Getränkekarte 3.60 € stand. Die Wirtin darauf angesprochen, sagte in aller Deutlichkeit: „Mein Mann hat gesagt, dass der Rotwein 3.- € kostet, basta”. Männer, was machen wir falsch, daheim, seit Jahren, seit Jahrzehnten? Vielleicht sollten wir das nächste Mal unsere Frauen mit zum Schüttehof nehmen.

Weit ist der Weg zurück ins Heimatland…..also, Aufbruch. Hinaus auf die Felder und Wiesen, auf dem direkten, etwas kürzeren Weg zurück zum Parkplatz. Hatte Wanderführer Albrecht versprochen.

Nur, die Wege waren verschlungen, nicht mehr vorhanden, gingen plötzlich nach unten, endeten im Nirgendwo, ergossen sich auf die Hauptstraße und schlussendlich war die versprochene kürzere Strecke die wesentlich längere und trotzdem war es wieder ein gelungener, unterhaltsamer Nachmittag.

 

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