Ernstliche Missverständnisse, festliche Auflösungserscheinungen und Gasknappheit.

Dienstag, 16. August 2022

Türnentalsee. Ernstliche Missverständnisse.

Immer noch galt es der Schwüle ein Schnippchen zu schlagen. Somit wurde nur eine kleine Wanderung zum herrlich gelegenen Fürnsaler Türnentalsee angesagt. Dort gab es leider keine Möglichkeit zur Einkehr. Also kam die Aufforderung, jeder muss sein Getränk im Rucksack mitbringen. Denn, was wäre ein Nachmittag ohne miteinander anzustoßen.

Oft ist es erfreulicherweise so, dass irgendein Mitwanderer irgendwo für eine feuchte Überraschung sorgt. Diese Gelegenheit wollte sich Ernst, der Dienstagswanderer aus Fürnsal, natürlich nicht nehmen lassen. Seine Frau Irmgard animierte ihn, einen Kasten “Kleiner Mönch“ zu kaufen. Per E-Mail wurden die Kameraden informiert, damit sich jeder etwas Marscherleichterung verschaffen konnte. Dummerweise stand in der Information “Klosterstoff“ statt “Kleiner Mönch“. Den Kameraden wäre das total egal gewesen, nicht aber Irmgard. Versprochen ist versprochen und so musste Ernst nochmals nach Dornhan fahren und die Kiste umtauschen. Inzwischen hatte seine Frau für die Kaffeetrinker einen Picknickkorb mit Kaffee, süßem Gebäck und kleinen Pizzen hergerichtet. Nun galt es für Ernst und Irmgard, alles in Teichnähe zu verstecken und das Bier im kühlen Wasser zu deponieren, sodass sich nicht Unerwünschte bedienen konnten. Bei der Anfahrt zum Startpunkt an der Skilift Talstation nochmals ein Kontrollgang zum Seeufer, alles da. Im Ernst, sieht so ein gemütlicher Dienstagnachmittag mit Kameraden aus? Nicht wirklich, denn für Ernst war das Drama noch nicht zu Ende. Unter Marscherleichterung verstanden manche Kameraden, dass nichts in den Rucksack müsste. Somit waren die Klosterstöffchen schnell vergriffen und wer die DienstagsWanderer kennt, der weiß, dass eindeutig zweideutige, spöttische Bemerkungen nicht ausblieben. Zum Glück war rund um den See kein Handyempfang, denn sonst hätte Ernst in seiner Not seine Frau zur weiteren Getränkelieferung genötigt. Trotz manch trockener Kehle war es ein lustiger Nachmittag am einmalig schönen, mit Seerosen bestückten  Türnentalsee. Herzlichen Dank an Irmgard für die perfekte Versorgung.

Dienstag, 23. August 2022

Brachfeld. Festliche Auflösungserscheinungen.

Endlich wieder ein Fest auf dem Brachfeld. Somit war im Voraus klar, diese Woche gibt es kein Durstleiden. Eine kleine Gruppe marschierte in Leinstetten los, der Rest schloss sich in Bettenhausen an. Wanderführer Gotthard entschied sich erfreulicherweise nicht für den Steilaufstieg, sondern für die angenehmere Variante auf der Ortsverbindungsstraße. Somit ging es schon nach wenigen Hundertmetern im schattigen Wald am Hang entlang. Man wunderte sich doch, wie steil die Abhänge hinunter zur Glatt waren. Stellenweise durfte man herrliche Ausblicke zur Reinau und zur gegenüberliegenden Talseite genießen. Endlos zog sich der Waldweg dahin und die Vermutung kam auf, dass demnächst Hopfau erreicht sein müsste. Doch der Wanderführer ließ sich nicht beirren.

Und siehe da, an der einsturzgefährdeten Glatttalhütte entdecke Bruno völlig überraschend? ein Getränkedepot. “Tannenzäpfle“, was sonst würde sich mitten im Wald anbieten. Wasser gab es auch, Gotthard hatte an alles gedacht. So gestärkt galt es nun eine steile Passage zu bewältigen, plötzlich die Richtung zu wechseln und wieder zu zweifeln, ob so das Brachfeld zu erreichen sein würde. Doch nach exakt zwei Stunden saß man gemütlich im Bierzelt, stemmte eine Halbe, ein Radler und genoss auch hier die Aussicht in…..?! sicher nicht ins leere Glas. Immer wieder gesellten  sich alte Bekannte oder Freunde zu einem Hallo oder einem kleinen Schwätzle zur lustigen Runde. Dann tauchten Frauen auf, die ersten Wanderer wurden abtrünnig (okay, es waren die eigenen Frauen), dann traten manche per Auto den Heimweg an und der klägliche Rest, der harte Kern, der machte sich zu Fuß auf den Nachhauseweg. Bravo.

Dienstag, 30 August 2022

Nattenbrunnen. Von der Gasknappheit eingeholt.

Wenn sich die DienstagsWanderer treffen bleibt kein Stein auf dem anderen.

So scheint es. Es ist aber nicht so. Es ist immer eine Freude, wie zahlreich die Gruppe unterwegs ist, mit welcher Freude man sich trifft und was es immer zu diskutieren gibt. Oder aber zu feiern gibt. Mensch Maier, das war wieder ein gelungenes Fest. Als Wanderführer wurde Landsmann Hans-Dieter organisiert, als Festplatz das Gelände um den Nattenbrunnen hergerichtet.

Die Getränke lagerten im kühlen Schopf auf dem Deichselreiteranhänger, unterschiedliche Sitzgelegenheiten standen bereit. DienstagsWanderer, was willst du mehr? Eine, eineinhalb oder zwei “Rote Würste“. Auch das hatte Manfred organisiert, hatte im Voraus mit seiner Frau Martina ein Probewurstessen veranstaltet, damit ja nur das Allerbeste auf den Wanderertisch gelangt. Gut gemacht. Die Wanderung hinein ins Lautertal beinhaltete keine nennenswerten Steigungen, die Hitze war erträglich und schlussendlich war die Besichtung des Waldkindergartens und die Unterhaltung mit der Erzieherin der erste Höhepunkt des Nachmittags.

Der zweite Höhepunkt natürlich das 70ziger Fest von Manne. Und so verbrachte man einen herrlichen Nachmittag am Nattenbrunnen unter uralten Pappeln (halt ungefähr so alt wie ihr Besitzer) am Ufer der dahinplätschernden Lauter. Ein herrlicher Platz zum Feiern, zum Ausruhen.

Drei Sorten Bier standen zur Auswahl, sowie auch genügend alkoholfreie Getränke. Und drüben auf dem Bräter brutzelten die Würste. Endlich kam das Kommando: Wurst fertig!

Auf dem Pappteller, im Weckle, mit Senf, mild, halbscharf, scharf, alles perfekt. Der erste Hunger wurde gestillt, mit dem zweiten Bier der Durst gestillt und mit der zweiten Wurst? Da war es, das Problem, das allgegenwärtige Gasproblem. Flamme aus, Wurst kalt. Anders als das globale Gasproblem, das unsere Politiker zur Verzweiflung bringt, hatte Manne das seine schnell gelöst und der zweite Wurstgang wurde serviert. Nach und nach traten die müden Wanderer den Heimweg an. Herzlichen Dank an Martina und Manfred für die Einladung.

 

 

 

Eine Antwort auf „Ernstliche Missverständnisse, festliche Auflösungserscheinungen und Gasknappheit.“

  1. Wie immer spannende und lustige Berichte. Eine Freude für Nichtwanderer, wenigstens zu lesen, was dabei alles Schönes zu sehen und zu erleben ist.
    Weiter so und viel Spaß bei tollen Unternehmungen.
    Grüße von Ursel

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