Aufatmen unter den DienstagsWanderern

Aufatmen im Glatttal, im Neckartal, in Mettstett. Die Dienstagswanderer dürfen sich wieder zum Wandern treffen. Endlich.

Und diese Tatsache nahm Albrecht zum Anlass, als Nachschlag zu seinem 70 ger zu einem Umtrunk einzuladen. Aber ohne Fleiß kein Preis.

Eine schöne Tour auf der Dürrenmettstetter Platte sollte es sein. Das war sie dann auch. Dem Leinstetter Bänkleweg ein wenig Konkurrenz machen, schien das Motto. 14 Bänkle auf 7,5 km, na ja, da bleibt noch viel Arbeit für die Bürgerwerkstatt.

Los geht’s.

Allerdings ist der Leinstetter Bänkleweg nicht für am Stock gehende Rentner ausgelegt, sondern für sportliche Wanderer, die das Bergauf und Bergab im Glatttal lieben. Walter würde dagegenhalten und behaupten, dass die Mettstetter dafür einen wesentlich weiteren Horizont haben. Die Zweideutigkeit ist ihm eindeutig aus dem Gesicht zu lesen. Pünktlich wurde am eisernen Alfred gestartet. Ungern, denn Tische und Stühle standen schon bereit, der Kühlschrank prall gefüllt mit allerlei Getränken. Und trotzdem, gut gelaunt ging’s hinein in den Wald. Eine Lichtung gab den Blick hinüber zur Fürnsaler Höhe und nach Dornhan frei. Herrlich. Das erste Bänkle wurde belegt, doch der Wanderführer bat zum Weitermarsch.

Verdiente Pause auf dem Bänkle.

Am Trauf entlang, immer schön im Schatten mächtiger Bäume, erreichte man nach einem kurzen Abstieg den Steinbruch der Firma Kaltenbach. Aus war’s mit ländlicher Ruhe, mit guter Schwarzwaldluft. Staubbedeckte Tannen. Staubfahnen, aus denen sich LKW’s herausschälten. Ratternde Bagger, die für Nachschub sorgten. Ein kurzer Stopp auf der LKW Waage. Übergewicht? Dann mussten auf einem schweißtreibenden Pfad gefühlte 500 Hm überwunden werden.

Vorschriftsmäßige Abstände.

Leuchtender Klatschmohn empfing die Kameraden. Ein von Albrecht frisch gemähter Wiesenpfad zeigte eindeutig, wo es lang ging. Ebenso am Horizont der Kirchturm und dahinter der Aussichtsturm. Denn unterm Turm, da stand die Blockhütte und da saßen dann die müden, durstigen Wanderer. Von Albrecht und seiner Frau Christa wurden alle bestens versorgt. Frisch gebackener Fleischkäs im Weckle, mächtig Senf drauf, was will man mehr. Nachschlag. Auch der wurde serviert. So gestärkt konnte man entspannt dem Läufer aus Glatten zuschauen, der sich nach seinem 15 km Dauerlauf unzählige Male zur Plattform hochschraubte. Treppe rauf, Treppe runter. Er durfte sich an respektvollem Applaus erfreuen, nachdem ihm irgendwann doch die Puste ausging. Nach und nach wurde der Heimweg angetreten, obwohl noch mehr als ausreichend Getränke parat standen. Spontan wurde eine nichtöffentliche Sitzung einberufen. Die Tagesordnungspunkte nahmen kein Ende, die Gastgeber machten keine Anstalten um nach Hause zu gehen. Was also blieb anders übrig, als einen über den Durst zu trinken. Auf das Wohl von Albrecht.

 

 

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