Auf dem Hirschpfad bei Ödenwald.

Dienstag, 07. Juli 2020

Endlich durften die DienstagsWanderer das Glatttal wieder verlassen. Wobei, wo kann es schöner sein? Und trotzdem, man muss einfach mal wieder raus in die Welt, wie letzte Woche nach Fischingen oder diese Woche nach Ödenwald. Gell.

Routenplaner Bruno war gut ausgerüstet. Eine Wanderkarte aus dem letzten Jahrhundert, Wanderstöcke, als ob’s ins Hochgebirge ginge und natürlich einen Kompass. Damit ganz sicher nichts schief ging, hatte Fritz die aktuellen Loßburger Wandervorschläge parat. Der Hirschpfad war so einigermaßen identisch mit dem Vorhaben von Bruno. Na dann, rein ging’s in den Wald. Hirsche ließen sich leider keine blicken, es sei denn, es sind die Wanderer gemeint. Links abbiegen, endlich. Fast wäre man wieder in Loßburg angekommen. Außer Bäumen gab es nicht viel zu sehen. Ein abgestellter Holzvollernter war zu bestaunen. Steht da im Wald herum, verlassen, arbeitslos. Dafür hatten die Rentner überhaupt kein Verständnis. Bei diesem Wetter, bei trockenem Waldboden, unglaublich. Eine weitere Abzweigung wurde passiert, dann noch eine und bei der nächsten sollte es dann auf dem Ostweg weiter gehen. Das schwarz/rote Ostwegzeichen grüßte aber schon an dieser Gabelung vom Baum herunter. Bruno hatte natürlich sofort eine Ausrede parat. „Die haben verschiedene Varianten ausgeschildert“, behauptete er. Okay, lassen wir das so gelten. Die Tannenstube wurde problemlos erreicht. Auf der Terrasse war noch ein freier Tisch, etwas windgeschützt, zwischendurch von der Sonne beschienen.

Herrliches Rentnerdasein.

Flugs wurden die Getränke serviert. Prost. Man genoss in vollen Zügen, das Bier, den herrlichen Platz und die traumhafte Aussicht.

Wo ist denn nun das Reh gebleiben?

Unten am Waldrand konnte man ein äsendes Reh beobachten, ein schwarzes. Oder war es eine Ziege? Auch Jäger Wolfgang konnte es nicht mit Bestimmtheit sagen. Später war es dann eine Kuh, eindeutig. Auch ein Pferd wurde über die Weide geführt. Vom Himmel ließ sich ein Paragleiter  herunter gleiten, dem eine perfekte Landung gelang. Neidisch beobachtete Jäger Wolfgang die Szenerie. Genau so aufmerksam beobachtete die Bedienung die halbvollen oder halbleeren Gläser. Trotz zahlreicher Gäste war sie stets bereit, für Nachschub zu sorgen. Perfekt. So verging eine unterhaltsame Einkehr und man machte sich auf den Heimweg. Die Beschilderung auf der Terrasse war dann doch ein wenig seltsam.

Da muss man ja die Orientierung verlieren.

Diese Bezeichnungen waren auch auf der neuesten Wanderkarte nicht zu finden. Nun denn, dann wird man nächste Woche in Richtung Wurstsalat wandern. Hans-Dieter holte sein Kreidler Florett, seinen ehemaligen Pubertätshubschrauber aus der Hecke und schnatterte grinsend davon. Schockstarre am Parkplatz bei Gotthard. Beutel an der Hütte vergessen. Was, wie? Ach so, den zum Umschnallen. So gebeutelt durfte er nochmals in Richtung Bauernbratwürste rennen,  während seine Kameraden geduldig auf ihn warteten.

Eine Antwort auf „Auf dem Hirschpfad bei Ödenwald.“

  1. Wie immer ein anschaulicher Bericht für die Beobachter, freue mich schon auf Eure nächste Tour und den Bericht, herzlichst Uschi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Nicht möglich - Kopierschutz für alle Inhalte akiv